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Die Krankheitsbilder des Bewegungsapparates

Motorische Stereotypien:

Krankheitsbilder des BewegungsapparatesWiederkehrende gleichförmige aufeinanderfolgende motorische Leistungen entstehen durch die Verknüpfung von bedingten und nicht bedingten Reflexen. Krankheitsbilder des Bewegungsapparates entwickeln sich im Laufe der Zeit. Alle sich wiederholenden Bewegungsabläufe des Alltags gehören dazu. Das Entstehen von Dysbalancen wird durch die Tatsache begünstigt, daß wir funktionell 2 quergestreifte Muskelarten unterscheiden können:

  1. Posturale tonische „langsam reagierende Muskeln“, die überwiegend statische, d.h. Haltefunktion haben.
  2. Phasische „schnell reagierende Muskeln“, die für differenzierte Alltagsbewegungen benötigt werden. Hier müssen Länge und Spannung des Muskels von übergeordneten Zentren her bei wechselnden Anforderungen an die Muskulatur schnell verändert werden können.

Alle Muskeln haben eine posturale und eine phasische Komponente. Jede motorische Stereotypie ist aber im Laufe des Lebens veränderbar durch Reifung und Veränderung der Beanspruchung. Dysbalancen der beiden Muskelgruppen entstehen dadurch, daß die zur Verkürzung neigenden posturalen Muskeln auf Spinalebene die phasischen Antagonisten abschwächen, wodurch eine Gelenkfehlstellung entstehen kann.

Eine veränderte Gelenkstellung stimuliert posturale Muskeln und schwächt die phasischen Muskeln. Muskelschmerzen, die so entstehen, werden durch die ganzheitliche Bewegungsweise und die innerliche Entspannung im QiGong zur Auflösung gebracht.

Es kann aber auch zu schweren Störungen des Bewegungsablaufes kommen. Die auslösenden Meldeeinrichtungen sind die Nozizeptoren. Sie befinden sich in allen Teilen des Bewegungsapparates. Dabei werden alle Muskeln, deren Tätigkeit die Störung verschlimmern würde, bis zur Lähmung gehemmt, während Muskeln, die einen Störungsherd vor einer Verschlimmerung bewahren können, hyperton (reflektorischer Hartspann).

Die hypotonen Muskeln verursachen ein schmerzhaftes Müdigkeitsgefühl und werden bei Kontraktion des Muskels schmerzhafter. Es kann also zur nozizeptiven Reaktion in allen mit dem gleichen Segment verbundenen Strukturen kommen. Es kommt zu Schmerzen im Bereich der Haut (Head-Zone), der Muskulatur (Mackenzie-Zone), zur sekundären Wirbelblockierung und zu Störungen in den entsprechenden Organen (z.B. Galle- und Verdauungsstörungen, Brustschmerzen oder zu Atembeeinträchtigungen).

Deshalb sind in der Geriatrie physikalische Maßnahmen (z.B. Krankengymnastik, QiGong, Massagen usw.) unbedingt erforderlich, um Kosten zu senken!

Weiterführende Links:

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